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März 1998
Die Studie untersucht die Stoffströme für drei Substanzen bzw. Substanzgruppen, bei denen in vitro und z.T. in vivo endokrine (östrogene) Wirkung nachgewiesen worden ist und die als Industriechemikalien Bedeutung haben: Bisphenol A (BPA); Dibutylphthalat (DBP) bzw. Benzylbutylphthalat (BBP) sowie Nonylphenol (NP) bzw. Alkylphenolethoxylate (APEO). Untersucht werden unter Berücksichtigung von Import/Export Produktion und inländischer Verbrauch (zur Weiterverarbeitung sowie in Endprodukten) dieser drei Chemikalien(gruppen) in der Bundesrepublik Deutschland 1995 sowie Freisetzungs- und Entsorgungswege. Es werden anhand der hierzu erhobenen Daten möglicherweise umweltrelevante Emissionspfade und -mengen abgeschätzt. Produktionsmengen: BPA 210.000 Tonnen, DBP/BBP 30.600 Tonnen, NP 23.100 Tonnen. Hauptverwendungen: BPA fast ausschließlich als Vorprodukt für Polycarbonat (70%) bzw. Epoxidharze (30%). DBP/BBP: Weichmacher zu zwei Dritteln für PVC sowie für Dispersionen, Lacke/Farben, Klebstoffe (DBP) bzw. Polysulfiddichtmassen u.a. (BBP). NP: zu über 80 % Vorprodukt für APEO, sonst für Phenolharze u.a. Emissionen: Von Bedeutung sind in erster Linie nicht die Produktionsstätten, sondern Produkte, die die genannten Substanz(grupp)en in nicht umgesetzter Form bzw. als Additive oder in Verbindungen enthalten, aus denen sie leicht freigesetzt werden können (NP aus APEO). Die im Rahmen der Studie "identifizierbaren" Emissionen/a liegen bei BPA in der Größenordnung von unter 20 Tonnen, bei DBP/BBP werden sie auf 500 - 800 Tonnen geschätzt, bei NP auf über 200 Tonnen.
Schlagwörter: Endokrin wirksame Umweltchemikalien; endocrine disruptor; Umwelthormone; Bisphenol A; Dibutylphthalat; Benzylbutylphthalat; Nonylphenol; Alkylphenolethoxylate
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