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März 1997
Die fluorierten Verbindungen Schwefelhexafluorid (SF6), perfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe (CF4, C2F6) und wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW) zählen zu den atmosphärischen Spurengasen mit extrem hohen Treibhauspotentialen. Die Studie untersucht für Deutschland ihre realen Emissionen für 1990-1995 und stellt Prognosen für die Jahre bis 2020 auf. Diesen Prognosen zufolge vermindern sich die jährlichen Freisetzungen von CF4/C2F6 von 1990 bis 2000 von 335 t/34 t auf 100 t/10 t infolge Automatisierungsmaßnahmen an der Hauptquelle (Aluminiumhütten). Die Emissionen von SF6 bleiben dagegen bis 2020 im Schwankungsbereich zwischen 200 und 300 t jährlich. Hauptemittenten sind nicht elektrische Schaltanlagen, da diese relativ dicht sind und über ein Entsorgungs- und Wiederaufarbeitungskonzept für gebrauchtes Gas verfügen, sondern mit großem Abstand Autoreifen und Schallschutzscheiben. Bei den erst seit 1990 gezielt als FCKW-Nachfolger eingesetzten H-FKW ist mit fortschreitender FCKW-Substitution in der stationären und mobilen Kälte- und Klimatechnik, bei PU-Montageschaum und Asthmasprays mit einer sprunghaften Zunahme der Emissionen bis auf über 9700 t/a ab dem Jahr 2007 zu rechnen, sofern sich nicht halogenfreie Alternativen stärker durchsetzen. Im Jahr 2020 werden bei Annahme dieser Trends die kumulierten Emissionen der genannten fluorierten Verbindungen der Treibhauswirkung von 25 Mio. t CO2 entsprechen (GWP-Betrachtungszeitraum: 100 Jahre).
Schlagwörter: Treibhauseffekt; Schwefelhexafluorid (SF6); Wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW); FCKW-Ersatz; R134a; Kältemittel; Treibmittel; Tetrafluormethan (CF4); Hexafluorethan (C2F6); Perfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe (PFC); Emissionen fluorierter Verbindungen in Deutschland
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