Kurzfassung

Juli 1994

Metalloberflächenreinigung mit CKW, KW und wäßrigen Reinigern - Stoffstromanalyse und Umweltbelastungsvergleich

Forschungsbericht für das Umweltbundesamt, UFOPLAN-No. 104 08 325

Autoren: Dr. André Leisewitz; Dr. Winfried Schwarz

Die novellierte 2. BImSchV zwingt zur Umstellung der traditionellen CKW-Metalloberflächenreinigung in offenen Anlagen auf wäßrige, auf Kohlenwasserstoff- oder emissionsarme CKW-Anlagen. Die Studie prüft, inwieweit es dabei zu einer ökologischen Entlastung bzw. Belastungsverlagerung vom Luft- zum Wasserpfad kommt. Es werden 38 betriebliche Umstellungsfälle aus allen Branchen der deutschen Metallindustrie untersucht, bei denen die gleiche Reinigungsaufgabe früher mit CKW, jetzt wäßrig (27 Fälle) bzw. mit KW-Lösemitteln (11 Fälle) durchgeführt wird. Für diese Fälle werden Stoff- und Energieverbräuche, Emissionen und Abfälle aus Anlagenbetrieb und Abfallentsorgung sowie Betriebskosten quantitativ erfaßt und qualitativ bewertet. Hauptergebnisse: Alle drei modernen Verfahren führen zu deutlicher Umweltentlastung, aber höherem Energieverbrauch. Die Belastungsver-lagerung bei wäßriger Reinigung ist geringer als erwartet. Hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit schneiden die wäßrigen Rei-niger am besten ab. Der Kostenvergleich spricht zugunsten wäßriger und KW-Reinigung. CKW ist gegenwärtig nicht überall ersetzbar. Bei wäßrigen und KW-Anlagen besteht Optimierungsbedarf und -möglichkeit.


Schlagwörter: Metalloberflächenreinigung; CKW-Substitution; wäßrige Reinigungssysteme; Kohlenwasserstoff-Lösemittel; 2. BImSchV; Abwasserbelastung; Umweltbelastungsvergleich; Stoffstromanalyse

Volltext Online nicht verfügbar

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